Die Road King vor dem Lenkerumbau: Wegen Problemen des Fahrers beim Sitzen hatte sie einen US-Police-Seat bekommen. Der brachte zwar die gewünschte Entlastung für den Rücken, aber auch eine deutlich höhere Sitzposition gegenüber dem Originalsitz mit sich. Folge: Mit dem Originallenker eine nach vorn geneigte Sitzhaltung mit starker Belastung der Arme. 




Abhilfe schafft nach dem Umbau dieser perfekt angepasste Ape. Die richtige Höhe haben wir in ausgiebigen Sitz- und Haltungsproben ausgemessen, die Form haben wir aus dem breitgefächerten Zubehörangebot passend zum Stil der Road King ausgesucht.




Der neue Lenker soll natürlich nicht nur praktisch und komfortabel sein, sondern auch noch besser aussehen als das Original. Die wenig attraktive Originalverkabelung in ihrer schwarzen Kunststoffumhüllung wird deshalb im Lenker verschwinden. Die originalen Züge werden durch schicke Edelstahlalternativen ersetzt. 




Bevor es an den Lenker geht, muss ich die Road King aber erst einmal umfassend strippen: Die Demontage des Scheinwerfers ist ja noch klar, denn darin läuft die komplette Elektrik der Fahrzeugfront zusammen. 




Aber auch Tank, Dashboard und Sitz müssen runter, damit ich später die Elektrik sowie Kupplungs- und Gaszüge neu verlegen und anschließen kann. 




Wegen des neuen Kupplungszugs muss ich sogar die Auspuffanlage einseitig teilweise abbauen, das Getriebeöl ablassen und den Kupplungsdeckel entfernen.




Die komplette Ausstattung des alten Lenkers übernehme ich an den neuen Lenker. Das Bild zeigt nur die elektrischen Bauteile samt Kabelbaum. Dazu kommen natürlich noch Kupplungs- und Bremshebel, Bremszylinder etc. und die zugehörigen Züge und Leitungen.




Vor der eigentlichen Montage gibt es einen Testanbau der Elektrik, um die notwendigen Verlängerungen abzumessen.  

 




Dieses Drahtgewirr kommt allein aus einer einzigen Schaltereinheit. Die Stecker trenne ich ab, dann verlängere ich jeden einzelnen Draht mit farbcodierten Kabeln wie ausgemessen, bevor ich abschließend die Stecker wieder ansetze. Wegen der Zuverlässigkeit und Sicherheit setze ich bei diesen Arbeiten ausschließlich auf Verlöten mit anschließender Schrumpfschlauchummantelung als neuer Isolierung. 




Nach der Verlängerung aller Kabel und Drähte montiere ich die Lenkerausstattung an den neuen Lenker. Die Elektrik liegt, wie geplant und gewünscht, sauber und unsichtbar im Lenker. 




Wenn die Elektrik im Lenker verlegt ist, geht es an der Austrittsöffnung unten am Center ziemlich eng zu. 



 

Ausgetauscht habe ich auch die originalen Riserlager gegen solche aus Polyurethan, damit der höhere Lenker  gegen die zunehmenden Hebelkräfte mehr Stabilität bekommt. Dafür muss ich die obere Gabelbrücke ab- und später wieder anbauen. 




Geschafft: Die Elektrik ist wieder sauber und ordentlich angeschlossen. 




Ohne sichtbare Elektrik ergibt sich eine wesentlich aufgeräumtere Optik am 400 mm hohen Ape Lenker. 

Schöner als das Original sind natürlich auch die neuen Züge und die neue Bremsleitung, die in der Länge exakt auf den Lenker abgestimmt sind.





Ein Hingucker ist der verchromte Halter für das Navi. Er ersetzt die alte Standard-Klemmhalterung. Fürs Navi gibt es natürlich auch eine Stromversorgung über das Bordnetz. Und das Navi sitzt nicht mehr irgendwo außerhalb des Blickfelds unten am Lenker, sondern gut sichtbar gleich neben dem Rückspiegel. 











Lenker

  • Fehling Ape 1,25", 400 mm hoch
  • Riserbrücke 1,25" 
  • Polyurtehan-Riserlager



Züge und Leitungen

  • Längerer Kupplungszug 
  • Längerer Gaszug
  • Längerer Rückstellzug
  • Längere Bremsleitung Vorderradbremse



Elektrik

  • Halter und Anschlusskabel für Navi
  • Griffheizung